Spickzettel für Personalvermittler*innen hinsichtlich Arbeitgeber-Branding und Personalbeschaffungs-Marketing

Was ist der Unterschied zwischen Arbeitgeber-Branding und Personalbeschaffungs-Marketing? Falls Sie Schwierigkeiten haben, zwischen diesen beiden Konzepten zu unterscheiden, sind Sie nicht allein. In einem kürzlichen Webinar, „Employer Branding vs. Recruitment Marketing (And How to Use Them Together)“, beleuchtete Abigail Horne, Senior Talent Acquisition Manager bei BetterCloud, diese Frage. Sie erläuterte jedes Konzept und erklärte, dass diese Begriffe zwar oft synonym verwendet werden, sie aber trotzdem etwas Anderes bezeichnen. Abigail stellte fest, dass „es wichtig ist, sie im Tandem zu verwenden, damit Sie eine erfolgreiche Einstellungsstrategie entwickeln können.“
Hier einige der Highlights aus dem Webinar und eine Übersicht über Grundlagen des Talent-Marketings für Personalvermittler*innen.
Was versteht man unter Arbeitgeber-Branding?
Abigail zufolge „beginnt die Arbeitgeber-Marke intern.“ Der Begriff „Arbeitgebermarke“ bezieht sich darauf, wie Ihr Unternehmen intern wahrgenommen wird, und muss festgelegt werden, bevor Sie mit dem Marketing für Ihr Unternehmen bei potenziellen Bewerber*innen beginnen.
Falls Sie noch keine Arbeitgebermarke etabliert haben oder glauben, Ihre könnte etwas verfeinert werden, empfiehlt Abigail, sich stark auf Ihre Mitarbeiterbasis zu verlassen. Versenden Sie Umfragen an bestehende Mitarbeiter*innen, nutzen Sie dieses Feedback dazu, Ihre Unternehmenswerte zu definieren, und teilen Sie diese Werte wieder Ihren Mitarbeiter*innen mit.
Werden Sie kreativ: Poster und Wanddekoration sind recht standardmäßige Optionen, um Unternehmenswerte visuell einzubetten. BetterCloud ging aber etwas skurriler vor und druckte seine Werte auf Kissen.
Suchen Sie nach Möglichkeiten, diese Werte auch während der Personalbeschaffung und während des gesamten Vorstellungsgesprächs-Prozesses zu betonen. Sie können einen einheitlichen Vorstellungsgesprächsprozess mit Berichtsbogen entwickeln, um sicherzustellen, dass alle Bewerber*innen anhand der Qualitäten beurteilt werden, die Ihr Unternehmen besonders schätzt. Mit einer Bewerber*innen-Umfrage können Sie Feedback dazu einholen, wie Bewerber*innen Ihr Unternehmen während ihrer gesamten Erfahrung wahrnehmen.
Was versteht man unter Personalbeschaffungs-Marketing?
Die Arbeitgebermarke bezieht sich auf die Art und Weise, wie Ihr Unternehmen von Mitarbeiter*innen und Bewerber*innen wahrgenommen wird, die Ihren Vorstellungsgesprächs-Prozess durchlaufen haben. Personalbeschaffungs-Marketing hingegen bezieht sich auf den Prozess der externen Werbung für Ihre Arbeitgebermarke. Beginnen Sie damit, Ihre Arbeitgebermarke zu definieren, bevor Sie Personalbeschaffungs-Marketing betreiben.
Nachdem Sie Ihre Marke genau definiert haben, müssen Sie herausfinden, wie Sie sie überall bekannt machen und Ihre Botschaft verbreiten können.
Personalbeschaffungs-Marketing hat viele unterschiedliche Facetten. Wir wollen einige Beispiele betrachten.
Blog-Beiträge
Blog-Beiträge bieten die Gelegenheit, Ihre Mitarbeiter*innen und die von ihnen geleistete Arbeit vorzustellen, wodurch ambitionierte und motivierte Bewerber*innen für Ihr Unternehmen gewonnen werden können. Darüber hinaus kann die Entwicklung dieser Art von Inhalten ein Gefühl der Validierung Ihrer bestehenden Mitarbeiter*innen schaffen und zeigen, dass ihre geleistete Arbeit geschätzt wird. Sie finden das BetterCloud Tech Blog hier.
Karriereseite
Stellenbeschreibungen sind wichtig. Suchen Sie aber auch nach anderen Möglichkeiten, um Arbeitssuchende anzuziehen. Bilder, Videos und Blog-Inhalte können dabei helfen, Bewerber*innen ein umfassenderes und abgerundeteres Bild Ihres Unternehmens zu präsentieren. Abigail schlägt vor, sich bei Bedarf von Ihrem Marketingteam helfen zu lassen, um sicherzustellen, dass Ihre Karriereseiten den Marketing-Best-Practices entsprechen.
Social Media
Sie sollten evtl. mit verschiedenen Social-Media-Kanälen experimentieren, können sich aber auch nur auf ein oder zwei konzentrieren, falls Sie bereits wissen, welche für die Suche nach Ihren idealen (und engagiertesten) Bewerber*innen am besten geeignet sind. Weil die Einstellung von talentierten IT-Mitarbeiter*innen bei BetterCloud stets Priorität hat, erstellte das Unternehmen den BetterIT-Slack-Kanal als Forum für die Diskussion von Trendthemen und neuen Tools und Technologien im Cloud-Bereich.
Unternehmensprofile
Die meisten Bewerber*innen sind in der Verwendung von Websites wie Glassdoor für ihre Recherchen zu Unternehmen versiert. „Sehen Sie Glassdoor nicht als Ihren Feind an“, sagt Abigail. „Nutzen Sie Glassdoor vielmehr zu Ihrem Vorteil.“ Schlechte Rezensionen wird es immer geben, Sie können sie aber als Gelegenheit nutzen, negatives Feedback öffentlich anzusprechen. Zeigen Sie Bewerber*innen (und Mitarbeiter*innen), dass Sie zuhören, dass Sie Ihre Anliegen verstehen und daran arbeiten, basierend auf ihrem Feedback besser zu werden. Falls Sie mit anderen externen Arbeitgeber-Branding-Websites wie The Muse arbeiten, verwenden Sie deren Inhalte in vollem Umfang. Teilen Sie die Inhalte in Ihren Social-Media-Kanälen und Ihren an Bewerber*innen gerichteten Outreach-Bemühungen.
Veranstaltungen
Veranstaltungen bieten Ihnen die Gelegenheit, sich mit potenziellen Bewerber*innen persönlich auszutauschen. Sie nehmen evtl. bereits an jährlichen Konferenzen teil, ob als Sponsor oder Gastgeber (falls nicht, ist das sehr empfehlenswert!). Abigail empfiehlt aber auch, an kleineren Veranstaltungen auf lokaler Ebene teilzunehmen oder diese zu sponsern. Verfolgen Sie unbedingt, welche Veranstaltungen im Lauf der Zeit zu qualifizierten Bewerber*innen geführt haben, damit Sie mehr in diese Veranstaltungen investieren können.
Was kommt als Nächstes?
Keine Bange! Sie haben jetzt ein detailliertes Verständnis zu Arbeitgeber-Branding, Personalbeschaffungs-Marketing und dazu, wie Sie beide nutzen können, um qualifizierte Bewerber*innen anzuziehen. Falls Sie mehr zu diesem Thema erfahren möchten, sehen Sie sich die Webinar-Aufzeichnung an, bei der Abigail weitere Details und Beispiele zu jedem Thema sowie Empfehlungen zur Messung des ROI Ihrer Bemühungen bietet und einige häufig gestellte Fragen beantwortet. Sehen Sie sich das vollständige Webinar hier an.