Wie Sie eine Arbeitgebermarke entwickeln, die Ihrem Unternehmen entspricht

Ob Sie es wissen oder nicht, Ihr Unternehmen hat eine Arbeitgebermarke, und diese Marke wirkt sich stark darauf aus, wie Ihr Unternehmen funktioniert. Sie beeinflusst jeden Schritt des Mitarbeiter*innen-Lebenszyklus von der Personalbeschaffung bis hin zum Engagement und Umsatz.
Und wenn sich das auf Ihre Mitarbeiter*innen auswirkt, können Sie darauf setzen, dass es sich auch auf Ihren Umsatz auswirkt. Zu wissen, was eine Arbeitgebermarke ist, warum sie wichtig ist und wie Sie bewusst Ihre eigene pflegen können, ist der Schlüssel dafür, dass dieses Element der Unternehmenskultur für Sie arbeitet.
Was ist eine Arbeitgebermarke?
Eine Arbeitgebermarke ist der Ruf, den Ihr Unternehmen bei aktuellen und zukünftigen Mitarbeiter*innen in Bezug darauf hat, was es bedeutet, Mitarbeiter*in des Unternehmens zu sein. Laut SHRM umfasst dies die Mission, Werte, Kultur und Persönlichkeit Ihres Unternehmens und wirkt sich auf Personalbeschaffung, Bindung, Engagement und Marktwahrnehmung aus.
Das klingt in der Theorie einfach, in der Realität kann das, was Führungskräfte als ihre Arbeitgebermarke bezeichnen, aber oft von der täglichen Mitarbeiter*innen-Erfahrung losgelöst sein. Dies kann aus verschiedenen Gründen erfolgen:
- Die Arbeitgebermarke ist einzig und allein ein Ziel, anstatt die bestehende Unternehmenskultur widerzuspiegeln
- Die Arbeitgebermarke wurde noch nicht ausreichend kommuniziert, sodass Mitarbeiter*innen nicht klar ist, nach welchen Verhaltensweisen sie streben sollten, um sie zu verkörpern
- Der Arbeitgebermarke mangelt es an einer Strategie zur Stärkung und sie bleibt ein Ideal auf übergeordneter Ebene statt etwas, das den täglichen Betrieb mitbestimmt
Um Abhilfe bei diesen potenziellen Fehleinschätzungen zu schaffen, ist es wichtig, dass Führungskräfte bei der Entwicklung, Verbreitung und kontinuierlichen Verbesserung ihrer Arbeitgebermarke konkret vorgehen. Der Rest dieses Artikels teilt wichtige Empfehlungen, um genau das zu erreichen.
1. Teil: Entwicklung
Obwohl es in Ordnung (und evtl. sogar empfehlenswert) ist, dass eine Arbeitgebermarke einige erstrebenswerte Elemente enthält, ist es wichtig, dass sie grundsätzlich in der bereits vorhandenen Unternehmenskultur verwurzelt ist.
Egal, ob es um einen offenen Kommunikationsstil oder um eine Tradition des Eingehens von Risiken handelt: Jedes Unternehmen hat Stärken, die es von der Konkurrenz abhebt und definiert, wie es ist, dort zu arbeiten. Niemand ist besser qualifiziert, über diese Stärken zu sprechen, als Ihre bestehende Belegschaft.
Daher sollte ein Kernbestandteil der Entwicklung Ihrer Arbeitgebermarke darin bestehen, Mitarbeiter*innen zu befragen, um herauszufinden, wie sie Ihre derzeitige Unternehmenskultur sehen. Dank diesem Feedback können Sie positive Elemente extrahieren, um Ihre Arbeitgebermarke weiter zu stärken, während Sie dem treu bleiben, was Ihr Unternehmen bereits darstellt. Wenn Ihre Arbeitgebermarke auf dem Feedback Ihrer Mitarbeiter*innen basiert, können Sie verhindern, dass sie sich von Ihrer tatsächlichen Unternehmenskultur losgelöst fühlt.
Zusätzlich zum Feedback der Mitarbeiter*innen sollten Sie Ihre bestehende kundenseitige Marke, Ihre Missionserklärung und Kernwerte berücksichtigen. Sie können all diese Erkenntnisse dann zu einem Wertangebot für Mitarbeiter*innen verdichten, das klar und präzise die Vorteile Ihrer Arbeitgebermarke kommuniziert.
2. Teil: Stärkung
Die Definition Ihrer Arbeitgebermarke macht nur die Hälfte der Bemühungen aus. Wenn Sie sie von einem übergeordneten Ideal in etwas umwandeln möchten, das die Art und Weise, wie Ihr Unternehmen operiert, bestimmt, benötigen Sie eine Strategie zur Integration Ihrer Arbeitgebermarke in die täglichen Aspekte der Mitarbeiter*innen-Erfahrung. Eine der besten Möglichkeiten hierfür besteht darin, die Anerkennung der Mitarbeiter*innen zu priorisieren.
Sie müssen sich zuerst darüber Gedanken machen, welche konkreten Verhaltensweisen für Ihre Arbeitgebermarke stehen. Vielleicht handelt es sich um den unablässigen Willen, zu helfen, oder einen schnellen Arbeitsstil, dank dem Ihr Unternehmen stets innovativ bleibt.
Wenn Sie eine Handvoll dieser Verhaltensweisen identifiziert haben, legen Sie sie als Anlässe zur Anerkennung fest. Ermutigen Sie Manager*innen und Kolleg*innen gleichermaßen, einander immer dann öffentlich zu würdigen, wenn sie sehen, dass jemand Ihre Arbeitgebermarke vorlebt. Dadurch erhalten Mitarbeiter*innen nicht nur Anreize, nach diesen Idealen zu streben, sondern es hilft auch dabei, dass diese Ideale stets präsent bleiben.
Zusätzlich zur Förderung von Verhaltensänderungen bei Ihren Mitarbeiter*innen müssen Sie kritisch über die Richtlinien und Programme nachdenken, mit denen Mitarbeiter*innen im Unternehmen unterstützt werden sollen. Egal, ob es sich dabei um Gesundheitsleistungen, eine flexible Urlaubsrichtlinie, Unternehmensrabatte oder etwas Anderes handelt: Die Dinge, die Sie für Ihre Mitarbeiter*innen tun, sagen so viel über Ihre Arbeitgebermarke, wie was Ihre Mitarbeiter*innen für Sie tun.
Vorteile einer starken Arbeitgebermarke
Eine wirkungsvolle Arbeitgebermarke stärkt nicht nur Ihr aktuelles Team, sondern auch das Team, das Sie in Zukunft haben könnten. Dies kann sehr dabei helfen, talentierte Leute anzuziehen, die Ihrer Unternehmenskultur entsprechen. Eine von LinkedIn Talent Solutions durchgeführte Studie zeigte, dass Unternehmen mit einer starken Arbeitgebermarke 50 % mehr qualifizierte Bewerber*innen anziehen. Es ist wichtig, dass Ihre Arbeitgebermarke in Stellenausschreibungen und auf Einstellungs-Websites repräsentiert ist, damit potenzielle Bewerber*innen wissen, wofür Ihr Unternehmen steht. Sowohl Ihr Team als auch Ihr Unternehmen werden die Vorteile genießen.
Ein hervorragendes Arbeitgeber-Branding ist das Ergebnis von beabsichtigten Entscheidungen durch die Führung eines Unternehmens, das Talentakquise- und Personalteam. Hier finden Sie die ultimativen Best Practices zur Arbeitgebermarke.