Was ist Diversitätsmanagement in Unternehmen?

Beim Diversitätsmanagement geht es um die Einstellung und Förderung von Mitarbeitenden mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlicher Identität. Dazu können Menschen unterschiedlichen Alters, Geschlechts, Religion oder Weltanschauung, ethnischer Herkunft, geistiger und körperlicher Fähigkeiten, sexueller Identität, Bildungshintergrunds und mehr gehören. Wenn wir in der Vergangenheit über Vielfalt in Unternehmen gesprochen haben, lag der Schwerpunkt häufig im Bereich der Personalbeschaffung (insbesondere durch Maßnahmen wie die Suche nach traditionell unterrepräsentierten Gruppen und strukturierte Einstellungen). Dies sind zwar nach wie vor wichtige Praktiken, aber viele Unternehmen betrachten das Diversitätsmanagement heute aus einem breiteren Blickwinkel. Wir beobachten, dass zukunftsorientierte Unternehmen darüber nachdenken, wie sie die Vielfalt auf allen Ebenen (einschließlich der Führungsebene und der Vorstände) sicherstellen, allen Gruppen gerechte Wachstums- und Karriereentwicklungsmöglichkeiten bieten sowie die Verbundenheit und den Wissensaustausch fördern können. Hier bei Greenhouse haben wir das IDEA-Team (Inclusion, Diversity, Equity and Allyship) ins Leben gerufen, das uns dabei helfen soll, uns weiterhin auf die Stärkung unserer Bemühungen um Inklusion und Verbundenheit zu konzentrieren.
Warum ist Diversitätsmanagement wichtig?
Es gibt mehrere Vorteile, wenn man der Vielfalt in Unternehmen Priorität einräumt. Dazu gehören:
- Bewerber*innen anziehen (und sie zum Bleiben überzeugen): 86 Prozent der Bewerber*innen berücksichtigen bei der Stellensuche die Investitionen eines Unternehmens in DE&I, indem sie die Sozialleistungen für Mitarbeitende, den Fortschritt und die Möglichkeiten für Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund sowie die Vielfalt in der Unternehmensführung und im Vorstand bewerten.
- Innovation fördern: Teams, die sich aus Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund und unterschiedlichen Berufserfahrungen zusammensetzen, kommen auf kreativere Ideen und Wege zur Problemlösung.
- Verbesserung der Mitarbeitendenleistung: Unternehmen mit ethnischer Vielfalt haben eine um 35 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, ihre Konkurrenz hinter sich zu lassen, und Unternehmen mit geschlechtsspezifischer Vielfalt in ihren Führungsteams haben eine um 25 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, eine überdurchschnittliche Rentabilität zu erzielen.
- Erweiterung Ihres Marktes: Wenn Ihr Unternehmen die Welt um Sie herum akkurat widerspiegelt, ist es wahrscheinlicher, dass Sie integrative Produkte entwickeln, und Ihre Organisation kann sich effektiver und authentischer an eine größere Gruppe von Kunden wenden, einschließlich derer, die sich als 2SLGBTQ+ identifizieren, und derer, die eine spezielle Beeinträchtigung haben.
- Steigerung der finanziellen Leistung: Laut einer Studie von Josh Bersin erwirtschaften Unternehmen mit hohem Inklusionsgrad 2,3-mal mehr Cashflow pro Mitarbeitendem, 1,4-mal mehr Umsatz und sind zu 120 Prozent besser in der Lage, finanzielle Ziele zu erreichen.
Was die Vielfalt in den Führungsetagen betrifft, so besteht ein statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Führungskräften mit unterschiedlichen Identitäten und einer besseren finanziellen Leistung, wie eine McKinsey-Studie von 2018 zeigt. Und wenn die Führungskräfte eines Unternehmens repräsentativer sind, können sie die wichtige Rolle eines*einer Mentor*in für eine viel breitere Gruppe von Fachleuten übernehmen. Es ist wahrscheinlicher, dass sie in der Lage sind, bedeutungsvolle Verbindungen mit einer Vielzahl von Menschen zu knüpfen, da sie es beherrschen, sich einzufühlen, Beziehungen aufzubauen und effektiver zu motivieren.
Weitere Einzelheiten zu diesem Thema finden Sie unter “5 Vorteile von Vielfalt und Inklusion am Arbeitsplatz”.
Wie Sie das Diversitätsmanagement innerhalb Ihrer Organisation fördern
Sie können das Diversitätsmanagement in Ihrem Unternehmen fördern, indem Sie gerechte Personalbeschaffungs-, Einstellungs- und Beförderungspraktiken einführen (spezifische Strategien von DE&I-Führungskräften innerhalb und außerhalb des Talentbereichs finden Sie im Greenhouse-Podcast: Talent Makers). Es ist auch wichtig, dass Sie sich sowohl innerhalb als auch außerhalb Ihres Unternehmens Anregungen holen. Wenn Sie daran interessiert sind, Diversitätsmanagement in Ihrem Unternehmen effektiv zu fördern, befolgen Sie diese hilfreichen Schritte, die Jamie Adasi, Head of Inclusion, Diversity, Equity & Allyship bei Greenhouse, beschreibt.
1. Bewertung
Arbeiten Sie daran, die Wahrnehmung Ihrer derzeitigen IDEA-Bemühungen innerhalb Ihrer Organisation zu bewerten und zu analysieren. Es gibt viele Möglichkeiten, dies zu tun, von der Durchführung von Umfragen, Fokusgruppen und Proximity-Sitzungen bis hin zur Hinzuziehung externer Berater*innen für Unterstützung und Leistungsvergleiche.
2. Ausrichtung
Beurteilen Sie, inwieweit das Feedback, das Sie von verschiedenen Interessengruppen (Mitarbeitenden, Beiräten usw.) erhalten, mit dem Auftrag, der Vision und den Werten Ihres Unternehmens übereinstimmt.
3. Zuordnung
Sobald Sie eine erste Bewertung vorgenommen haben, sollten Sie sicherstellen, dass Sie die entsprechenden Ressourcen auf der Grundlage der Prioritäten und des Engagements Ihres Unternehmens für die IDEA-Arbeit zuweisen. Vergleichen Sie sich mit anderen, ähnlich großen Unternehmen in Ihrer Branche.
4. Ansprache
Schaffen Sie Schwerpunkte für Ihre verschiedenen Teams und arbeiten Sie daran, die Bedenken der Mitarbeitenden mit unterschiedlichem Hintergrund zu beseitigen. Schulen Sie Ihre Personal- und Führungsteams und bereiten Sie sie darauf vor, integrative Verhaltensweisen an den Tag zu legen. Wenn Sie eine Führungskraft sind, denken Sie daran, dass es viel Mut und Energie erfordert, wenn Menschen mit unterrepräsentiertem Hintergrund IDEA-Themen zur Sprache bringen. Schaffen Sie ein Umfeld, in dem Führungskräfte ihren Teammitgliedern vertrauen, und setzen Sie sich dafür ein, dass Mitarbeitende, die nicht mit der Mission, den IDEA-Zielen und den Werten Ihres Unternehmens übereinstimmen, geschult oder entlassen werden.
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